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Mutter werden. Ohne zu sterben. Aktion zur Müttersterblichkeit in Burkina Faso.

05.03.2010

Mutter werden. Ohne zu sterben.

Aktion zur Müttersterblichkeit in Burkina Faso

Im Rahmen des Internationalen Frauentages am 8. März möchte Amnesty International Oldenburg für die Rechte der Frauen in Burkina Faso aktiv werden. Wir freuen uns über jede Unterstützung.

Burkina Faso (früher: Obervolta) ist eines der ärmsten Länder der Welt.

Fast die Hälfte der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze. 90 % der Burkinabe leben von der Landwirtschaft. Vor allem für die Menschen in den ländlichen Regionen ist es schwierig, eine angemessene medizinische Versorgung zu erlangen. Die Lebenserwartung der Burkinabe liegt bei 53 Jahren, so dass sie etwa 25 Jahre weniger leben als Deutsche. Nur 21 % der Mädchen und Frauen können lesen (bei den Jungen und Männern sind es 37 %).

Im Durchschnitt bekommt eine burkinabische Frau im Laufe ihres Lebens über 6 Kinder. Im Jahr sterben in dem westafrikanischen Land mehr als 2 000 Frauen wegen Komplikationen während der Schwangerschaft und Geburt: Das sind im Schnitt mehr als fünf Frauen pro Tag. Fast alle könnten durch eine bessere Grundversorgung gerettet werden. Eine vermeidbare Müttersterblichkeit ist eine Verletzung der Menschenrechte von Frauen, besonders des Rechts auf Gesundheit und des Rechts auf Leben.

Daher fordert Amnesty International von der Regierung in Burkina Faso:

  • Im ganzen Land muss ein ausreichendes Netz von Gesundheitsdiensten zur Verfügung stehen. Die Geburtseinrichtungen müssen über qualifiziertere Mitarbeiter/innen verfügen und für Notfälle ausgestattet sein.
  • Die Hindernisse für eine angemessene medizinische Versorgung müssen abgebaut werden, unter anderem die hohen Kosten für eine Geburt, die viele der ärmsten Frauen nach wie vor davon abhalten, qualifizierte Geburtshilfe und Notfallversorgung in Anspruch zu nehmen.
  • Frauen müssen ausreichende Informationen über Sexualität, Verhütungsmittel, Schwangerschaft und Geburt erhalten.

Sie können die Kampagne „Müttersterblichkeit in Burkina Faso“ unterstützen.

Sammeln Sie Unterschriften für die Petitionsliste (hier als PDF-Datei) und senden Sie diese bis zum 31. Mai 2010 an das Büro in Berlin (Adresse ist unterhalb der Petitionsliste angegeben). Amnesty International wird die Unterschriften dem Botschafter von Burkina Faso übergeben. Sie können sich ebenfalls mit einer Online-Petition an der Kampagne beteiligen.

(Quelle: Amnesty International; CIA World Factbook; YouTube // Sina Zimmermann)