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27.05.2009

Vortrag

des Sonderberichterstatters der UN für das Recht auf Bildung: Bildung ist ein Recht und keine Ware

Die Amnesty International Sektion der Bundesrepublik Deutschland e.V., Oldenburg und Berlin, freut sich als Mitveranstalter auf die Vortrags- und Podiumsveranstaltung mit Prof. Dr. Vernor Muñoz, UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Bildung, hinweisen zu können.

Veranstaltungsort ist das PFL. Sonntag, 7. Juni 2009, 11 bis 13 Uhr, Eintritt frei

Auf dem Podium werden vertreten sein:

  • Dr. Claudia Lohrenscheit, Deutsches Inst. f. Menschenrechte, Berlin
  • Prof. Dr. Helga Spindler, Universität Duisburg-Essen, Fachbereich
Bildungswissenschaften, Institut für Soziale Arbeit u. Sozialpolitik
  • Prof. Dr. Anke Spies, Universität Oldenburg, Institut für Pädagogik
  • Prof. Rolf Wernstedt, Nds Kultusminister von 1990- 1998,
Universität Hannover, Netzwerk Bildung der Friedr.-Ebert-Stiftung
  • Eberhard Brandt, Vorsitzender der GEW Niedersachsen, Hannover
  • Prof. Dr. Vernor Muñoz, UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Bildung, Costa Rica
  • Christian Füller, Die Tageszeitung “taz”, Berlin (Moderation)

Für eine freie und inklusive Bildung gleich hoher Qualität für alle

Mit seinem 10tägigen offiziellen Deutschlandbesuch im Februar 2006 und der Vorstellung seines Berichts und der Deutschland-Empfehlungen vor dem UN-Menschenrechtsrat im März 2007 in Genf hat der UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Bildung, Prof. Dr. Vernor Muñoz, eine große Öffentlichkeit erreicht.

In seinem Vortrag wird der UN-Sonderberichterstatter Beispiele aus seinen offiziellen Länder- und Themenberichten anführen, die zeigen, wie das Recht auf inklusive und gebührenfreie Bildung von gleich hoher Qualität für alle verwirklicht werden kann. Dabei wird auch die zunehmende Bedeutung der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechte, zu denen auch das Recht auf Bildung gehört, herausgestellt.

In der anschließenden Podiumsdiskussion soll der Frage nachgegangen werden, ob und wie es durch exklusive Bildungs- und Schulstrukturen sowie Bildungsprivatisierung zu Menschenrechtsgefährdungen kommt. Dabei wird insbesondere auf die UN-Menschenrechtskonventionen, die zur Inklusion in der Bildung und durch die Bildung verpflichten, eingegangen sowie auf die Diskussion inklusiver Bildung in Abgrenzung zu bisherigen Integrationskonzepten.

Besonders wird es um die Situation von Behinderten sowie Einwander/innen und Flüchtlingen und ihrer Kinder, Enkel und Urenkel im deutschen Bildungssystem gehen. Des Weiteren werden Hartz IV und die aktuellen Auseinandersetzungen um angemessene Sozialleistungen für schulische Bildung angesprochen, sowie die Wiedereinführung der Lernmittelfreiheit, die Abschaffung der Studiengebühren und die aktuellen Behinderungen Integrierter Gesamtschulen (entgegen dem dokumentierten Elternwillen) durch neue restriktive Landesgesetzgebungen.

Veranstalter/innen

Deutsches Institut für Menschenrechte, Berlin • GEW Bezirksverband Weser-Ems und Kreisverband Oldenburg-Stadt, Oldenburg • DGB Region Oldenburg/Wilhelmshaven, Oldenburg • Amnesty International Sektion der Bundesrepublik Deutschland e.V., Oldenburg, Berlin • Carl von Ossietzky Universität Oldenburg • AStA der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg • GGG Gemeinnützige Gesellschaft Gesamtschulen e.V., Stedesdorf • Förderverein des Landesschülerrat Niedersachsen e.V., Hannover • Stadtelternrat Oldenburg • Regionalstelle Nord der UNO-Flüchtlingshilfe e.V., Oldenburg • Agenda-21 Büro der Stadt Oldenburg • IBIS-Interkulturelle Arbeitsstelle e.V., Oldenburg